Das Jahres­kon­zert des Musik­ver­eins Neufra wurde am 18.06.2022 von der Gemein­schafts­ju­gend­ka­pel­le Altheim/Neufra/Pflummern unter der Leitung von Vinzenz Jochum in der Donau­hal­le eröff­net. Mit dem ersten Stück „Hava­na“ von Cami­la Cabel­lo hörten die Besu­cher einen der aktu­ell sehr erfolg­rei­chen Popsongs und wurden dabei in eine Latin-Stim­mung versetzt. Der anschlie­ßen­de Wech­sel in ein Fußball­sta­di­on-Feeling wurde durch das Werk „Football’s coming home“ von Ian Brou­die geschaf­fen. Nach reich­li­chem Applaus des Publi­kums kamen die Jung­mu­si­ker gerne noch der Zuga­be „Schö­nes Prag“ von Fran­ti­sek Kmoch nach, bevor die akti­ve Musik­ka­pel­le, eben­so unter der Leitung von Vinzenz Jochum, mit Nessun Dorma von Giaco­mo Pucci­ni und vollem Orches­ter­klang einen Einblick in den drit­ten Akt der bekann­ten Oper „Turan­dot“ gab. Das darauf­fol­gen­de Stück „Les Misé­ra­bles“ von Clau­de-Michel Schön­berg begeis­ter­te die Zuhö­rer, indem vor allem durch melan­cho­li­sche Teile die Geschich­te des Sträf­lings Jean Valjean, der erbar­mungs­los verfolgt wurde, aus dem gleich lauten­den Musi­cal zum Ausdruck gebracht wurde. Ein weite­rer Höhe­punkt des Konzert­abends war das Werk „Tann­häu­ser Festi­val“ von Richard Wagner. Genau aufein­an­der abge­stimm­te Klang­far­ben fass­ten die gleich­na­mi­ge Oper in einem 10-minü­ti­gen Blas­or­ches­ter­stück aus fünf Teilen zusammen.

Anschlie­ßend wurden die Ehrun­gen lang­jäh­ri­ger akti­ver Vereins­mit­glie­der durchgeführt.

Für 10 Jahre akti­ve Musi­ker­tä­tig­keit wurden Ida Bausch am Flügel­horn, Pia Kuchel­meis­ter an der Quer­flö­te und Luisa Mayer an der Klari­net­te die bron­ze­ne Ehren­na­del über­reicht. Die drei Musi­ke­rin­nen brin­gen sich zudem aktiv in der Jugend­ar­beit sowie bei verschie­de­nen Arbeits­ein­sät­zen ein.

Ramo­na Mohr an der Klari­net­te und Patrick Schmid am Bari­ton erhiel­ten für 20 Jahre akti­ves Musi­zie­ren die Ehren­na­del in Silber. Ramo­na Mohr verwal­tet und orga­ni­siert seit 2019 die Noten des Musik­ver­eins und bringt sich regel­mä­ßig bei Arbeits­ein­sät­zen in der Küche oder im Rahmen der Deko­ra­ti­on ein. Patrick Schmid ist ein verläss­li­cher Proben­be­su­cher und unter­stützt aktiv z. B. im Bereich von Auf- und Abbau­ar­bei­ten. Hervor­ge­ho­ben wurde bei den beiden Geehr­ten vor allem deren Zuver­läs­sig­keit und Treue trotz der jeweils neuen Wohn­or­te außer­halb Neufras.

Für 30 Jahre akti­ves Musi­zie­ren wurde Markus Münst, der das Bari­ton spielt, die Ehren­na­del in Gold über­reicht. Er war von 2001 bis 2022 im akti­ven Ausschuss. Von 2005 bis 2007 hat er den Verein in der Funk­ti­on des Vorstan­des gelei­tet. Seit 2001 spielt er zudem in der Guggen­mu­sik mit. Darüber hinaus enga­giert er sich mit seinem hand­werk­li­chen Geschick im Verein und kümmert sich sehr zuver­läs­sig um die Hallen­rei­ni­gung sowie orga­ni­siert und leitet das Küchen­team mit.

Für 50 Jahre akti­ve Musi­ker­tä­tig­keit erhielt Karl Spöcker an der Trom­pe­te die Ehren­na­del in Gold mit Diamant sowie einen Ehren­brief. Er hat bereits in der Kreis­ju­gend­mu­sik­ka­pel­le Biber­ach mitge­spielt und war von 1981 bis 1996 Jugend­lei­ter sowie Jugend­di­ri­gent beim Musik­ver­ein Neufra. Außer­dem absol­vier­te er die A- und B‑Dirigentenlehrgänge. 1989 über­nahm er den Diri­gen­ten­stab der akti­ven Kapel­le und führ­te das Amt des Diri­gen­ten bis 2005 aus. Er gehört zudem zu den Grün­dungs­mit­glie­dern der Guggen­mu­sik, die 1994 entstand. Von dort an leite­te er die Guggen­mu­sik bis zum Jahr 2018. Des Weite­ren war er Noten­wart von 2005 bis 2018. Eben­so seit 2005 kümmert er sich bis jetzt um die Instru­men­te im Verein. Weiter­hin ist er bis heute insbe­son­de­re als Arran­geur von Noten, wie z. B. für die Guggen­mu­sik oder für Kirchen­auf­trit­te, tätig.

Micha­el Emhart und Norbert Rettich gratu­lier­ten allen Geehr­ten herz­lich und brach­ten großen Dank sowie Aner­ken­nung für die geleis­te­te ehren­amt­li­che Arbeit und die Treue zum Verein entgegen.

Im Anschluss daran wurde der Marsch „Prager Burg“ von Fran­tišek Ková­rík gespielt, welcher von einer klaren Melo­die­li­nie sowie farben­fro­hen Melo­dien der Holz­blä­ser geprägt war.

Nach einer kurzen Pause wurden die Besu­cher mit dem Stück „Ålm“ von Armin Kofler musi­ka­lisch auf eine Alm-Wande­rung mitge­nom­men. Zu Beginn erklang eine fried­li­che Morgen­stim­mung. Im Mittel­teil wurde sowohl die idyl­li­sche als auch die beweg­te Seite der Berge zum Ausdruck gebracht. Das abschlie­ßend hervor­ge­hen­de Volks­lied „Auf der Ålm“ vermit­tel­te das gute Gefühl, nach einer aufre­gen­den Wande­rung unver­sehrt wieder zurück­zu­keh­ren. Mit dem Titel „Afri­ca“, wodurch die US-ameri­ka­ni­sche Rock­band Toto auf das Schick­sal der hungern­den Kinder in Afri­ka aufmerk­sam machen woll­te, präsen­tier­te der Musik­ver­ein Neufra einen inter­na­tio­nal erfolg­rei­chen Hit aus dem Jahr 1982. Der Musik­ver­ein verab­schie­de­te sich mit „Hinterm Hori­zont“ von Udo Linden­berg, das in der Zeit der Teilung Deutsch­lands von der Sehn­sucht nach Frei­heit und der Hoff­nung, dass schließ­lich alles gut wird, handelt. Auch die akti­ve Kapel­le führ­te im Anschluss daran gerne noch die Zuga­be „Chora­lia“ von Bert Apper­mont auf.

Weiter­füh­ren­de Links:
SZ-Bericht vom 28.06.2022: Jahres­kon­zert des Musik­ver­eins Neufra in der Donau­hal­le
SZ-Bericht vom 29.06.2022: Musik­ver­ein Neufra ehrt lang­jäh­ri­ge akti­ve Vereinsmitglieder

Jahres­kon­zert des Musik­ver­eins Neufra/Do. e. V.